homeESS v1.5.0 released

homeESS v1.5.0 – Zigbee

v1.5.0 macht homeESS zur eigenständigen Zigbee-Zentrale. Der neue Zigbee-Adapter spricht den Coordinator direkt über Serial oder TCP an und führt Netzwerk, Pairing, Geräte-Interviews und Gerätebefehle selbst — ohne Zigbee2MQTT, deCONZ-Server, MQTT-Gateway oder Cloud-Dienst. Dazu kommen eine kompakte Ansicht der Adapterseite, ein Topic-Browser im MQTT-Broker-Adapter und eine geänderte Regel für adaptereigene Abhängigkeiten.

Der Sprung auf die Minor-Stelle folgt der Linie von 1.3.0 und 1.4.0: Ein komplettes Funkprotokoll in Eigenregie ist mehr als ein Patch.

Hinzugefügt

Zigbee-Adapter

Der Adapter ist eigenständig versioniert und startet in dieser Auslieferung mit 1.3.3. Er wird wie jeder andere Adapter über „Adapter → Neue Instanz“ eingerichtet.

Coordinator und Transport sind getrennt. Derselbe Z-Stack-Coordinator lässt sich lokal am Server betreiben oder über eine transparente Zigbee-Bridge im Netz. Freigegeben ist Texas Instruments Z-Stack (CC2652, CC2652P/P7, CC1352, Sonoff Zigbee 3.0 USB Dongle Plus); Silicon Labs Ember und Dresden Elektronik deCONZ sind in der Treiberstruktur vorgesehen, aber noch nicht freigegeben. Für serielle Anbindungen empfiehlt der Adapter die gleichbleibenden Pfade unter /dev/serial/by-id/… statt /dev/ttyUSBx.

Ein bestehendes Netz wird übernommen, nicht neu aufgebaut. Vor der Inbetriebnahme liest der Adapter den Coordinator rein lesend aus und übernimmt dessen tatsächliche Netzwerkparameter; die im Coordinator-Backup verzeichneten Geräte lassen sich in einem Schritt übernehmen und interviewen. Ein erneutes Pairing der Geräte ist dafür nicht nötig. Zusätzlich lassen sich Coordinator-Backups im Format zigpy/open-coordinator-backup — das coordinator_backup.json von Zigbee2MQTT — sowie dessen database.db einspielen.

Geräte-States entstehen dynamisch aus den Exposes von zigbee-herdsman-converters. Damit werden die dort bekannten Geräte unterstützt, ohne dass homeESS eine eigene Gerätedatenbank pflegt. Schreibbare Merkmale werden als beschreibbare States geführt und über die toZigbee-Converter in Zigbee-Kommandos übersetzt.

Pairing läuft über ein startbares und beendbares Anlernfenster mit einstellbarem Zeitlimit und Restzeitanzeige. Geräte lassen sich entfernen — auch erzwungen, wenn sie nicht mehr antworten.

Verfügbarkeit wird getrennt nach Routern, netzbetriebenen Endgeräten und batteriebetriebenen Sleepy End Devices bewertet. Batteriegeräte werden nie aktiv geweckt und nicht nach wenigen Minuten Stille als offline geführt.

Netzwerkkarte

Die Karte ist die Startseite des Adapters (…/manage/map) und zeigt die tatsächlich gemessenen Funkstrecken aus den Nachbartabellen von Coordinator und Routern — keine geschätzte Topologie. Die Geräte ordnen sich kräftebasiert selbst an, der Coordinator bildet die Mitte.

  • Die Verbindungsqualität ist dreifach kodiert: Farbe, Strichstärke und Abstand.

Die Karte bleibt damit auch für farbfehlsichtige Betrachter lesbar. Eltern-Kind-Beziehungen — die tatsächlich genutzte Route — heben sich von bloßen Nachbarkontakten ab.

  • Jede Gerätegattung hat ihr Piktogramm (Licht, Steckdose, Schaltaktor,

Rollladen, Thermostat, Schloss, Lüfter, Bewegungsmelder, Fenster-/Türkontakt, Rauch- und Wassermelder, Taster, Sensor, Repeater, Coordinator), abgeleitet aus den Exposes des Converters.

  • Beim Überfahren eines Knotens erscheint eine Bedienkachel direkt über ihm:

Gerät, Gattung, Erreichbarkeit, Verbindungsqualität — und das Schalten, Lampen mit Helligkeitsregler. Dafür genügt das Bedienrecht, geprüft wird serverseitig.

  • Die Karte hält sich selbst aktuell: Sie erneuert sich bei jeder Änderung am

Netz, gesammelt und mit mindestens zehn Minuten Abstand zwischen zwei Durchläufen. Abschaltbar über die Einstellung Netzwerkkarte selbsttätig aktualisieren; der Knopf auf der Karte bleibt davon unberührt.

  • Knoten lassen sich mit Maus oder Finger verschieben, die Karte ist

tastaturbedienbar und liegt in der mobilen Ansicht mit.

Topic-Browser im MQTT-Broker-Adapter

Alle über MQTT erreichbaren Topics einer Broker-Instanz stehen als aufklappbarer Verzeichnisbaum bereit — die von Clients angelegten Geräte-Topics und, sofern freigeschaltet, der Systembaum unter states/. Jede Ebene zeigt die Anzahl der States darunter, jede State-Zeile den letzten bekannten Wert und ein Schloss bei schreibgeschützten States. Umschaltbar zwischen homeESS-Struktur und MQTT-Pfad-Gliederung, mit Suchfeld und Kopierknopf je Zeile.

Kompakte Ansicht der Adapterseite

Oben rechts steht neben „Inaktive Adapter ausblenden“ ein zweiter Haken „Kompakte Ansicht“; die Auswahl wird browserlokal gespeichert. Aktiviert bleibt je Adapter eine einzeilige Kopfzeile aus Name, Prefix und Version, darunter die Instanzen. Kurzbeschreibungen, Copyright-Vermerk, Kurzinfo, Spaltenüberschriften und die Adapteraktionen entfallen in dieser Ansicht. Auf Smartphones darf die Adapter-Kopfzeile umbrechen, damit Name und Version vollständig lesbar bleiben.

Geändert

Adaptereigene Abhängigkeiten werden mitversioniert

Ein Adapter ist laut ADAPTER.md portabel und bringt seine JavaScript-Abhängigkeiten im eigenen Verzeichnis mit; homeESS führt für Adapter weder npm install noch einen globalen Installationsschritt aus. Die .gitignore-Regeln node_modules/ und dist/ hätten genau diese Dateien ausgeschlossen — nach Klon und Update hätten sie gefehlt. Die Ausnahme gilt eng begrenzt für adapter/*/node_modules/; für den übrigen Programmcode bleiben beide Regeln unverändert.

Anlass ist der Zigbee-Adapter, der zigbee-herdsman und zigbee-herdsman-converters mitliefert. Die serielle Anbindung bringt ihre vorkompilierten Binärdateien für alle gängigen Plattformen mit (linux-x64, linux-arm, linux-arm64, jeweils glibc und musl, dazu darwin und win32) — ein Kompilierschritt beim Update entfällt.

MQTT-Broker: Punkte öffnen eine eigene Topic-Ebene

system://homeess/geraet.3.leistung erscheint jetzt als states/system/homeess/geraet/3/leistung statt bisher states/system/homeess/geraet.3.leistung. Die homeESS-Systemwerte gliedern sich mit Punkten; ohne diese Regel lagen mehrere hundert States flach in einem einzigen Verzeichnis. Ausgespart bleibt außerdem nur noch die eigene Instanz statt des gesamten eigenen Prefixes.

hDP: klare Meldung bei nicht erreichbaren Geräten

Kam die TCP-Verbindung nachweislich nicht zustande, meldet der Adapter jetzt „nicht erreichbar (keine TCP-Verbindung innerhalb von 3000 ms)“ samt Zieladresse, statt in jedem Fall einen säumigen WebSocket-Upgrade zu behaupten. Die Fehlersuche begann dadurch bislang bei der Firmware statt beim Gerät.

Hinweise zum Update

  • Die sichtbare homeESS-Version lautet 1.5.0. Mitgelieferte Adapter:

Zigbee 1.3.3, hDP 1.2.9, MQTT-Broker 1.0.1, InfluxDB 1.0.0, Renault 1.0.0.

  • Achtung, MQTT-Broker-Adapter: Abos und Retained Messages auf die alten,

punktbehafteten Pfade greifen nicht mehr. Betroffene Clients müssen auf die neuen Topics umgestellt werden. Geräte-Topics und die Rückabbildung auf die homeESS-Adressen bleiben unverändert.

  • Der Zigbee-Adapter ist nach dem Update vorhanden, aber ohne Instanz. Erst

eine unter „Adapter“ angelegte Instanz nimmt Verbindung zum Coordinator auf.

  • Vor der ersten Inbetriebnahme empfiehlt sich ein Backup des Coordinators.

Betreiber, die bisher Zigbee2MQTT einsetzen, halten dessen coordinator_backup.json und database.db bereit und beenden Zigbee2MQTT — eine Zigbee-Bridge lässt nur einen Client zu.

  • Der Netzwerkschlüssel liegt ausschließlich im Secret-Store, nie in den

Instanz-Einstellungen und nie im Log. Ein Neuaufbau des Netzes verlangt die Einstellung und eine getrennte Bestätigung durch einen Administrator und gilt für genau einen Vorgang; fehlende homeESS-Persistenz ist ausdrücklich kein Grund für einen Neuaufbau.

  • Das Anlernfenster ist immer zeitlich begrenzt (höchstens 600 Sekunden). Ein

dauerhaft offenes Zigbee-Netz lässt sich nicht einstellen.

  • Der Klon des Repositories bringt jetzt die adaptereigenen Abhängigkeiten mit

(rund 930 Dateien unter adapter/zigbee/node_modules/). Ein npm install für Adapter ist weder nötig noch vorgesehen.

  • Nach dem Update empfiehlt sich ein einmaliges Neuladen geöffneter Dashboard-

und Adapterseiten, damit die aktualisierten Client-Skripte aktiv sind.

  • Der produktive Dienst wurde im Zuge der Release-Vorbereitung nicht neu

gestartet.

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