
Smarthome-Automationen mit Wenn-Dann-Regeln, States und Zeitplänen
homeESS ermöglicht lokale Smarthome-Automationen mit frei kombinierbaren Triggern, Bedingungen und Aktionen.
Damit lassen sich Geräte, Messwerte und Energiesysteme nicht nur anzeigen, sondern intelligent miteinander verknüpfen. Automationen reagieren auf Zeitpläne, State-Änderungen oder konkrete Ereignisse und können anschließend Werte prüfen, berechnen und gezielt an andere States oder Geräte übergeben.
So entstehen individuelle Regeln für Smarthome, Energiemanagement, Photovoltaik, Hausakku, Verbrauchersteuerung und technische Abläufe – vollständig innerhalb des eigenen homeESS-Systems.
Smarthome-Automationen mit Wenn-Dann-Regeln erstellen
Eine Automation besteht in homeESS aus drei zentralen Bausteinen:
- Trigger
- Bedingungen
- Aktionen
Ein Trigger bestimmt, wann die Automation ausgeführt wird.
Die Bedingungen prüfen anschließend, ob die gewünschte Situation tatsächlich eingetreten ist.
Erst danach werden die hinterlegten Aktionen ausgeführt.
Damit lassen sich einfache Regeln ebenso erstellen wie komplexere Abläufe mit mehreren Prüfungen und aufeinanderfolgenden Aktionen.
Automationen durch Zeitpläne, Intervalle und State-Änderungen auslösen
homeESS unterstützt unterschiedliche Trigger für Automationen.
Dazu gehören unter anderem:
- feste Intervalle
- Wochenzeitpläne
- Änderungen eines States
- exakte State-Ereignisse
Dadurch kann eine Automation entweder regelmäßig oder unmittelbar auf Veränderungen reagieren.
Typische Beispiele sind:
- jeden Morgen eine bestimmte Aktion ausführen
- Verbraucher nur an Werktagen freigeben
- bei Änderung eines Sensors reagieren
- bei Erreichen eines bestimmten State-Werts eine Aktion starten
- einen Verbraucher sofort abschalten, wenn eine Grenze überschritten wird
Mehrere Bedingungen miteinander kombinieren
Eine Automation kann beliebig viele Prüfungen enthalten.
Dadurch muss eine Aktion nicht bereits dann ausgelöst werden, wenn lediglich ein einzelner Wert passt.
Stattdessen können mehrere Bedingungen gemeinsam geprüft werden.
Beispielsweise:
- PV-Leistung größer als 3000 Watt
- Hausakku über 70 Prozent
- aktueller Netzbezug kleiner als 100 Watt
- Uhrzeit zwischen 10:00 und 16:00 Uhr
- Verbraucher aktuell ausgeschaltet
Erst wenn die gewünschten Bedingungen erfüllt sind, wird die zugehörige Aktion ausgeführt.
States miteinander vergleichen
homeESS arbeitet systemweit mit States.
Diese States können innerhalb von Automationen direkt miteinander verglichen werden.
Dabei können sowohl feste Werte als auch andere States als Vergleichswert verwendet werden.
Beispiele:
- Temperatur größer als 25 °C
- Batteriestand kleiner als 20 Prozent
- PV-Leistung größer als aktueller Verbrauch
- Raumtemperatur kleiner als Solltemperatur
- State A entspricht State B
Damit lassen sich Automationen dynamisch an aktuelle Messwerte und Gerätezustände anpassen.
Typisierte Werte korrekt vergleichen
States können unterschiedliche Datentypen besitzen.
homeESS berücksichtigt diese Typen beim Vergleich.
Dadurch werden Zahlen, Wahrheitswerte und andere State-Typen nicht einfach als unformatierter Text behandelt.
Das reduziert fehlerhafte Bedingungen und ermöglicht zuverlässige Vergleiche innerhalb komplexerer Automationen.
Sonst-Zweig für nicht erfüllte Bedingungen
Neben dem normalen Wenn-Dann-Ablauf unterstützt homeESS einen Sonst-Zweig.
Damit kann direkt festgelegt werden, was passieren soll, wenn eine Bedingung nicht erfüllt ist.
Beispielsweise:
Wenn Hausakku über 80 Prozent:
Verbraucher freigeben.
Sonst:
Verbraucher sperren.
Dadurch müssen einfache Gegenaktionen nicht als separate Automation aufgebaut werden.
Bedingungen optional ohne Wenn-Prüfung ausführen
Die eigentliche Wenn-Prüfung kann deaktiviert werden.
Dadurch lässt sich eine Automation auch ausschließlich über Trigger und Aktionen betreiben.
Das ist beispielsweise sinnvoll für:
- reine Zeitsteuerungen
- regelmäßige Berechnungen
- direkte Reaktionen auf State-Ereignisse
- wiederkehrende Synchronisationen
Smarthome-Geräte automatisch steuern
Schreibbare States können von Automationen direkt gesetzt werden.
Damit lassen sich angeschlossene Geräte und Systeme automatisch steuern.
Typische Anwendungen sind:
- Licht schalten
- Steckdosen aktivieren
- Pumpen starten
- Wallbox freigeben
- Verbraucher sperren
- Sollwerte verändern
- Betriebszustände setzen
- hDP-Geräte ansteuern
Da Adapter und Geräte ihre Werte über den zentralen State-Katalog bereitstellen, können unterschiedliche Systeme innerhalb derselben Automation miteinander kombiniert werden.
Photovoltaik-Automationen und PV-Überschusssteuerung erstellen
Das Automationssystem kann direkt auf die Energiedaten von homeESS zugreifen.
Dadurch lassen sich individuelle Photovoltaik-Automationen aufbauen.
Beispielsweise:
- Verbraucher bei PV-Überschuss einschalten
- Last erst ab einem bestimmten Hausakku-Ladestand freigeben
- Verbraucher bei Netzbezug wieder abschalten
- Wallbox abhängig von verfügbarer PV-Leistung steuern
- Geräte nur bei ausreichender Energieprognose freigeben
Die Automationen ergänzen damit die zentrale Betriebslevel-Steuerung um individuelle Regeln für besondere Anwendungsfälle.
Hausakku als Bedingung für Automationen verwenden
Der Ladezustand eines Batteriespeichers kann direkt als State verwendet werden.
Dadurch lassen sich beispielsweise Regeln erstellen wie:
- Verbraucher nur oberhalb von 70 Prozent Batterieladung einschalten
- flexible Lasten unterhalb von 30 Prozent sperren
- bei hohem Ladezustand zusätzlichen Eigenverbrauch erzeugen
- bei niedrigem Ladezustand Komfortverbraucher deaktivieren
Auch Lade- und Entladeleistung können innerhalb eigener Automationen berücksichtigt werden.
Netzbezug und Einspeisung automatisch auswerten
Netzbezug und Einspeisung stehen ebenfalls als States zur Verfügung.
Damit lassen sich Regeln erstellen, die direkt auf die tatsächliche Energieverteilung reagieren.
Beispielsweise:
- Verbraucher ausschalten, sobald Netzbezug entsteht
- Last einschalten, wenn dauerhaft eingespeist wird
- Grenzwerte mit einer zusätzlichen Zeitbedingung kombinieren
- Geräte abhängig von der aktuellen Einspeiseleistung regeln
Zeitabhängige Smarthome-Steuerung mit Wochenplänen
Automationen können über Wochenzeitpläne ausgelöst werden.
Damit lassen sich wiederkehrende Abläufe abhängig von Wochentag und Uhrzeit aufbauen.
Typische Anwendungen sind:
- Beleuchtung
- Pumpen
- Lüftung
- Heizung
- Pooltechnik
- Wallbox
- Nachtabsenkung
- zeitabhängige Verbraucherfreigabe
Zeitbedingungen können zusätzlich mit aktuellen States kombiniert werden.
Dadurch ist beispielsweise möglich, einen Verbraucher nur an Werktagen und gleichzeitig nur bei ausreichender PV-Leistung zu starten.
Werte innerhalb einer Automation berechnen
Automationen können Werte nicht nur vergleichen oder weiterreichen, sondern auch berechnen.
Unterstützt werden unter anderem:
- Addition
- Subtraktion
- Multiplikation
- Division
- Restwert
- kleinerer Wert
- größerer Wert
- Rundung
Beide Ausgangswerte können entweder feste Zahlen oder dynamische States sein.
Dadurch lassen sich berechnete Sollwerte erzeugen.
Beispielsweise kann ein Zielwert abhängig von aktueller PV-Leistung, Netzbezug oder einem anderen Messwert dynamisch verändert werden.
Dynamische Zielwerte aus States erzeugen
Aktionen müssen nicht immer einen festen Wert schreiben.
Stattdessen kann der Zielwert aus vorhandenen States berechnet werden.
Beispiele:
- aktuelle PV-Leistung minus Hausverbrauch
- maximal zulässige Ladeleistung begrenzen
- kleineren Wert aus verfügbarer Leistung und Gerätegrenze verwenden
- Sollwert abhängig von einem Sensorwert erhöhen oder reduzieren
Dadurch lassen sich auch komplexere Regelungen umsetzen, ohne für jede mögliche Situation eine eigene feste Regel anzulegen.
Custom States für eigene Automationslogik verwenden
homeESS unterstützt frei anlegbare Custom States.
Diese können als interne Variablen innerhalb eigener Automationen verwendet werden.
Typische Anwendungen sind:
- Zwischenwerte
- Betriebszustände
- Flags
- Freigaben
- berechnete Werte
- virtuelle Gerätezustände
Dadurch lassen sich Logiken aufbauen, die nicht direkt an ein reales Gerät gebunden sind.
Automationen in Ordnern organisieren
Bei umfangreicheren Installationen kann die Zahl der Regeln schnell steigen.
homeESS ermöglicht deshalb die Organisation von Automationen in frei strukturierbaren Verzeichnissen.
Ordner können verschachtelt werden.
Automationen und Verzeichnisse lassen sich per Drag-and-drop verschieben und sortieren.
Damit können Regeln beispielsweise nach folgenden Bereichen gegliedert werden:
- Energie
- Beleuchtung
- Heizung
- Sicherheit
- Pool
- Wallbox
- Räume
- Geräte
- System
Automationen auf Smartphone und Desktop verwalten
Die Verwaltung der Automationen verwendet dieselbe responsive Struktur wie andere Bereiche von homeESS.
Dadurch lassen sich Bedingungen und Ordner sowohl am Desktop als auch auf Smartphone oder Tablet verwalten.
Drag-and-drop-Funktionen sind auch für Touch-Bedienung ausgelegt.
Geräte verschiedener Hersteller gemeinsam automatisieren
Da homeESS Adapter über einen gemeinsamen State-Katalog zusammenführt, können auch Geräte unterschiedlicher Hersteller innerhalb einer Automation verwendet werden.
Ein Trigger kann beispielsweise von einem Gerät stammen, während die Aktion auf einem völlig anderen System ausgeführt wird.
Dadurch sind herstellerübergreifende Abläufe möglich.
Beispielsweise:
- Shelly-Messwert als Trigger
- Homematic-State als Bedingung
- hDP-Gerät als Aktion
- Custom State als zusätzlicher Betriebszustand
Die Automation arbeitet dabei nicht direkt mit proprietären Geräteoberflächen, sondern mit den zentral bereitgestellten States.
MQTT-Geräte in Automationen einbinden
Auch MQTT-Werte können über die zentrale State-Struktur verwendet werden.
Dadurch lassen sich eigene Sensoren, Aktoren oder externe Systeme direkt in Automationen integrieren.
Je nach Konfiguration können:
- MQTT-Werte gelesen
- Änderungen als Trigger verwendet
- MQTT-States geprüft
- Werte zurückpubliziert
werden.
Automationen für Energie, Komfort und Sicherheit kombinieren
Das Automationssystem ist nicht auf einen einzelnen Bereich beschränkt.
Typische Einsatzgebiete sind:
- Energiemanagement
- Beleuchtung
- Heizungssteuerung
- Klimatisierung
- PV-Überschusssteuerung
- Batteriespeicher
- Pooltechnik
- Wallbox
- Anwesenheitslogik
- Betriebszustände
- technische Überwachung
Da sämtliche Bereiche über States miteinander verbunden sind, können auch unterschiedliche Anwendungsfälle kombiniert werden.
Beispiele für Smarthome-Automationen
Mit homeESS lassen sich beispielsweise folgende Regeln erstellen:
- Licht einschalten, wenn ein Sensor ausgelöst wird und es dunkel ist
- Wallbox nur bei ausreichendem PV-Überschuss freigeben
- Verbraucher sperren, wenn der Hausakku einen Mindest-Ladezustand unterschreitet
- Poolpumpe nur bei ausreichender Sonneneinstrahlung betreiben
- Lüfter ab einer bestimmten Temperatur einschalten
- Verbraucher bei Netzbezug automatisch reduzieren
- Sollwert dynamisch aus einem anderen State berechnen
- Custom State bei einem bestimmten Ereignis setzen
- Gerät abhängig von Wochentag und Uhrzeit steuern
Lokale Smarthome-Automatisierung ohne verpflichtende Cloud
Die Automationslogik läuft direkt auf dem eigenen homeESS-System.
Trigger, Bedingungen, Aktionen und States werden lokal verarbeitet.
Eine externe Cloud ist für die Ausführung der Automationen nicht erforderlich.
Dadurch funktionieren lokale Automationen auch unabhängig vom optionalen Fernzugriff.
homeESS Automationen im Überblick
homeESS unterstützt:
- Wenn-Dann-Regeln
- mehrere Trigger pro Automation
- mehrere Bedingungen
- mehrere Aktionen
- Sonst-Zweig
- deaktivierbare Wenn-Prüfung
- Intervalle
- Wochenzeitpläne
- State-Änderungen
- exakte State-Ereignisse
- typisierte Wertvergleiche
- feste Vergleichswerte
- States als Vergleichswerte
- mathematische Berechnungen
- dynamische Zielwerte
- Rundung
- Custom States
- schreibbare States
- MQTT-Werte
- Adapter-States
- verschachtelte Ordner
- Drag-and-drop-Verwaltung
- responsive Bedienung
- herstellerübergreifende Automationen
Damit verbindet homeESS klassische Smarthome-Automatisierung mit Energie-, Geräte- und State-Logik in einem gemeinsamen System. Automationen können einfach beginnen und später schrittweise um zusätzliche Bedingungen, Berechnungen und Datenquellen erweitert werden.