
hDP für Hersteller – kompatible Geräte entwickeln und vermarkten
Hersteller und Entwickler können eigene Geräte entwickeln, die über hDP – das homeESS Device Protocol direkt mit homeESS kommunizieren.
Für die kommerzielle Nutzung von hDP in vermarkteten Produkten ist eine individuelle Lizenz erforderlich. Das gilt insbesondere für die Nutzung des hDP-Protokolls sowie für die Verwendung des Namens hDP, der Bezeichnung homeESS Device Protocol und des hDP-Logos.
Die Lizenzbedingungen und Lizenzkosten werden projektbezogen vereinbart.

hDP-kompatible Geräte für den kommerziellen Einsatz
hDP kann als Kommunikationsschnittstelle für eigene Smarthome- und Energiegeräte verwendet werden.
Geeignete Produkte sind beispielsweise:
- Sensoren
- Schaltaktoren
- Ein- und Ausgabemodule
- Statusanzeigen
- Energiemessgeräte
- Steuergeräte
- spezialisierte Smarthome-Komponenten
Ein hDP-kompatibles Gerät kann direkt über den hDP-Adapter mit homeESS verbunden werden und seine Funktionen innerhalb der zentralen State-Struktur bereitstellen.
Dadurch stehen die Gerätedaten anschließend auch für Automationen, Energiemanagement und andere homeESS-Funktionen zur Verfügung.
Lizenz für kommerzielle hDP-Produkte
Wer hDP in einem kommerziell vermarkteten Gerät einsetzen möchte, benötigt dafür eine entsprechende Lizenzvereinbarung.
Die Lizenz kann unter anderem die Nutzung von:
- hDP als Geräteprotokoll
- dem Namen hDP
- der Bezeichnung homeESS Device Protocol
- dem hDP-Logo
- einer hDP-Kompatibilitätskennzeichnung
umfassen.
Es gibt keinen pauschalen festen Lizenzpreis.
Die Kosten werden individuell vereinbart und richten sich nach dem jeweiligen Produkt und Nutzungsumfang.
Dabei können beispielsweise berücksichtigt werden:
- Art des Geräts
- geplanter Funktionsumfang
- Stückzahlen
- Zielmarkt
- Vertriebsmodell
- Umfang der Protokollnutzung
- Verwendung von Name und Logo
hDP-Kompatibilität setzt vollständige Protokolltreue voraus
Ein Gerät darf nur dann als hDP-kompatibel umgesetzt und vermarktet werden, wenn seine Kommunikation der jeweils vereinbarten hDP-Protokollversion vollständig entspricht.
Die Implementierung muss sich gegenüber homeESS so verhalten, wie es die normative hDP-Spezifikation vorgibt.
Eine herstellerspezifische Änderung des Protokollverhaltens ist nicht zulässig.
Das betrifft insbesondere Bereiche wie:
- Discovery
- Geräteidentität
- Pairing
- Binding
- Authentifizierung
- Hardwarekonfiguration
- Runtime Profiles
- WebSocket-Kommunikation
- Ein- und Ausgänge
- Fehlerbehandlung
- Firmware- und OTA-Schnittstellen
Herstellerspezifische Zusatzfunktionen dürfen die hDP-Kommunikation nicht verändern oder inkompatibel erweitern.
→ hDP-Protokollspezifikation ansehen
Universelle hDP-Firmware für eigene Geräte verwenden
Für viele Geräte kann die universelle hDP-Firmware als Grundlage verwendet werden.
Das ist insbesondere sinnvoll, wenn das Produkt ausschließlich seine Hardwarefunktionen über hDP bereitstellen und vollständig über homeESS verwaltet werden soll.
Die universelle Firmware übernimmt unter anderem:
- Geräteidentität
- Pairing
- Kommunikation mit homeESS
- Hardwarekonfiguration
- Laufzeitsteuerung
- OTA-Updates
Welche Nutzungsrechte für die universelle Firmware bestehen, wird im Rahmen der jeweiligen Herstellerlizenz festgelegt.
Eigene Herstellerfirmware mit hDP entwickeln
Eine eigene Firmware ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Gerät zusätzliche Funktionen benötigt, die außerhalb von hDP liegen.
Ein typischer Anwendungsfall ist beispielsweise die parallele Kommunikation mit einer eigenen Herstellercloud.
Die Firmware kann dann gleichzeitig:
- vollständig protokolltreu mit homeESS über hDP kommunizieren
- und zusätzliche herstellerspezifische Funktionen bereitstellen.
Dabei darf das Verhalten der hDP-Schnittstelle jedoch nicht verändert werden.
Die herstellerspezifischen Erweiterungen müssen vollständig neben der hDP-Implementierung bestehen.
Eigene Firmware darf hDP nicht verändern
Auch bei einer selbst entwickelten Herstellerfirmware bleibt die hDP-Spezifikation verbindlich.
Nicht zulässig sind beispielsweise:
- geänderte hDP-Endpunkte
- abweichende Pairingverfahren
- eigene Bedeutungen bestehender Nachrichten
- veränderte Fehlercodes
- abweichende Runtime-Profile unter demselben Bezeichner
- inkompatible Erweiterungen bestehender Datenstrukturen
- herstellerspezifische Sonderfälle, die der hDP-Spezifikation widersprechen
homeESS muss ein solches Gerät weiterhin wie jedes andere protokollkonforme hDP-Gerät behandeln können.
Firmwareupdates bei eigener Herstellerfirmware
Verwendet ein Hersteller eine eigene Firmware, muss auch die Firmwareverteilung durch den Hersteller kontrolliert werden.
Das ist insbesondere wichtig, wenn die Firmware zusätzliche Funktionen wie eine Herstellercloud enthält.
In diesem Fall muss:
- die Firmware über die Infrastruktur des Herstellers bereitgestellt werden
- und das automatische Firmwareupdate über homeESS für dieses Gerät deaktiviert bleiben.
Andernfalls könnte homeESS bei einem regulären hDP-Firmwareupdate die herstellerspezifische Firmware durch die originale universelle hDP-Firmware ersetzen.
Damit würden herstellerspezifische Funktionen verloren gehen.
homeESS-Autoupdate bei Herstellerfirmware deaktivieren
Für Geräte mit eigener Herstellerfirmware darf die normale automatische hDP-Firmwareverteilung durch homeESS deshalb nicht verwendet werden.
Die Firmwarepflege liegt in diesem Fall vollständig beim Hersteller.
Der Hersteller ist verantwortlich für:
- Bereitstellung neuer Firmwareversionen
- Updateinfrastruktur
- Verteilung der Firmware
- Versionsverwaltung
- Erhaltung der hDP-Kompatibilität nach Updates
Nach jedem Firmwareupdate muss die hDP-Schnittstelle weiterhin vollständig der vereinbarten Protokollspezifikation entsprechen.
Universelle Firmware oder Herstellerfirmware?
Für die meisten einfachen hDP-Geräte ist die universelle Firmware die naheliegende Lösung.
Universelle hDP-Firmware
Geeignet, wenn:
- das Gerät ausschließlich über homeESS verwaltet wird
- keine zusätzliche Herstellercloud benötigt wird
- die vorhandenen hDP-Gerätetypen ausreichen
- Firmwareupdates über homeESS erfolgen sollen
Eigene Herstellerfirmware
Sinnvoll, wenn:
- zusätzliche herstellerspezifische Funktionen benötigt werden
- das Gerät parallel mit einer Herstellercloud kommuniziert
- weitere interne Funktionen umgesetzt werden müssen
Auch dann bleibt die hDP-Schnittstelle vollständig protokolltreu.
Vorteile einer hDP-Integration für Hersteller
Eine hDP-Integration kann den Aufwand reduzieren, der sonst für ein vollständiges eigenes Smarthome-Ökosystem erforderlich wäre.
Ein hDP-Gerät kann auf bestehende homeESS-Funktionen zurückgreifen, darunter:
- Geräteverwaltung
- zentrale States
- Automationen
- Energiemanagement
- Benutzerverwaltung
- lokale Steuerung
- hDP-Geräteintegration
Dadurch muss für ein einfaches kompatibles Produkt nicht zwingend eine eigene:
- Smarthome-Zentrale
- Automationsplattform
- Benutzerverwaltung
- Bedienoberfläche
entwickelt werden.
Eigenes Produktdesign bleibt beim Hersteller
hDP definiert die Kommunikation mit homeESS, nicht das konkrete Produkt.
Der Hersteller entscheidet weiterhin über:
- Hardware
- Gehäuse
- Elektronik
- Sensorik
- Aktoren
- Bedienkonzept
- Produktdesign
- zusätzliche Funktionen
Damit kann ein eigenständiges Produkt entwickelt werden, das sich gleichzeitig standardisiert in homeESS integrieren lässt.
Für welche Hersteller eignet sich hDP?
hDP eignet sich insbesondere für:
- Elektronikhersteller
- Smarthome-Entwickler
- Hersteller von Sensorik
- Anbieter von Energie- und Messgeräten
- Entwickler ESP-basierter Produkte
- Kleinserienhersteller
- OEM-Projekte
- spezialisierte Nischenprodukte
Gerade bei kleineren oder spezialisierten Geräten kann dadurch vermieden werden, eine vollständige eigene Smarthome-Plattform entwickeln zu müssen.
hDP-Lizenz für ein eigenes Produkt anfragen
Für eine erste Bewertung eines kommerziellen hDP-Projekts sind insbesondere folgende Informationen hilfreich:
- kurze Beschreibung des Produkts
- vorgesehene Gerätefunktion
- verwendete Hardwareplattform
- geplante Nutzung von hDP
- universelle hDP-Firmware oder eigene Herstellerfirmware
- geplante Stückzahlen
- Zielmarkt
- gewünschte Verwendung von Name und Logo
Auf dieser Grundlage können technische Anforderungen, Firmwarekonzept und Lizenzbedingungen abgestimmt werden.
→ hDP-Lizenz anfragen
→ hDP-Dokumentation öffnen
→ hDP-Protokollspezifikation ansehen